Aktuelles

15.7.10: Es gab schon mal eine Welle in Zürich

Anders als FDP und SVP hat der Tages Anzeiger seine Aufgaben gemacht und recherchiert: Bis ins Jahr 1950 gab es in Zürich beim Hauptbahnhof (!) eine Stehende Welle. (TagesAnzeiger-Artikel vom 14.7.2010 S.15). Unter der sogenannten Gedeckten Brücke floss das Wasser schneller. Sogar Kajakwettkämpfe wurden darauf abgehalten. In den 50er Jahren wurde diese Brücke abgebrochen und das Wasser neu am Drathschmidli reguliert. Gut zu erkennen ist die Gedeckte Brücke auf den übereinandergelegten Stadtplänen von 1900 und 2008 auf stadt-zuerich.ch. An FDP und SVP: Eine Welle ist also nichts Schlechtes oder 'Sauglattismus'. Sogar unsere Grossväter haben darauf schon Sport gemacht. Think about!.

1.7.10: Wie es weiter geht

Die Ablehnung und vor allem die ignorante Argumentation der Wellengegner der SVP, FDP und SP haben uns ziemlich frustriert. Wir geben jedoch nicht auf. Die Tatsache, dass es Zürich nicht schafft, ein Fussballstadion, ein Kongresszentrum, eine Freestylepark oder andere standortfördernde Einrichtungen zu realisieren, deutet auf konservative, unbewegliche und vom Wohlstand und der hohen Lebensqualität träge gewordene und geblendete Entscheidungsträger hin. In verschiedenen Städte-Ratings wird Zürich von anderen Städten rechts überholt. Die Stadt mit der einst höchsten Lebensqualität der Welt rutscht immer weiter ab, und niemand gibt Gegensteuer. Bern, München oder eine andere Stadt werden wohl vor Zürich eine Welle haben. Doch der Traum, im so sauberen Züri-Wasser einst surfen und kanutieren zu können, lässt uns nicht aufgeben.
Das Postulat verlangte nur eine Prüfung des Stadtrates und nichts mehr. Wenn wir mit einem Bauherren überein kommen, eine Welle zu bauen, steht einer solchen Anlage nichts im Weg.
Weil die Technik des aufpumpbaren Wellenkörpers an anderen Orten schlecht bis gar nicht funktioniert, stehen wir fast am Anfang und müssen mit den neuen Standorten auch neue Techniken abklären. Dies benötigte Zeit und auch Manpower von Ingenieuren, Architekten und Raumplanern. Wir möchten darum allen danken, die uns bis zu diesen Punkt mit ihrer Vereinsmitgliedschaft unterstützt haben und auch weiter unterstützen.

25.6.10: Gemeinderats lehnt Postulat mit 66:46 ab

Der Zürcher Gemeinderat hat das Postulat zur Prüfung einer Stehenden Welle am Letten mit 46:66 Stimmen nach einstündiger Debatte abgelehnt. Der Vorstoss wurde während der Debatte noch um zwei Sätze erweitert und lautete folgendermassen:
Der Stadrat wird gebeten zu prüfen, wie die Realisierung des innovativen Projekts Limmatwave unter Berücksichtigung der berechtigten Interessen der Anwohnerschaft unterstützt werden kann. Es soll Nutzungseinschränkungen für Surferinnen und Kannuten während der Badesaison geben und es soll dabei beachtet werden, dass die elektrische Lelstung des EWZ Kraftwerks Oberer Letten nicht eingeschränkt werden und auch andere Standorte in Betracht gezogen werden.
Dafür votiert haben geschlossen die CVP, die GLP, rund 17 SP-Räte und einige Grüne. Dagegen gestimmt haben geschlossen die FDP und SVP-Fraktion, 14 SP-Räte und die AL und einige Grüne. Hätte die SP nicht im letzten Moment eine Stimmfreigabe beschlossen, sondern gemäss ihren 17 Ja zu 14 Nein wie die andern Parteien in der Fraktion geschlossen Ja gestimmt, wäre das Postulat wohl mit 52:60 angenommen worden.
Das Postulat wurde während der Debatte noch von der SP mit einem Zusatz-Satz versehen, dass mit den Anwohnern ein Nutzungskonzept ausgearbeitet werden sollte und mit einem Zusatz von den Grünen, dass andere Standorte abgeklärt werden sollen und die verminderte Energie kompensiert werden solle. Von der FDP und SVP mussten wir leider Voten hören, die darauf hinwiesen, dass die Räte sich nicht über das Postulat informiert hatte. So wurde im selben Votum gesagt, dass kaum jemand eine solche Welle brauche und dass viel zu vleie Leute das Quartier überschwemmen würden. Zwei Argumente, die wir in unserer und auch mit dem Nutzungs- und Reservations-Konzept schon lange widerlegt hatten.
Es wurde auf den minimsten Stromproduktions-Verlust von 0,5 ProMILLE argumentiert und nie erwähnt, dass unser Energie-Sparplan genau diese Menge hätte einsparen können (sogar noch mehr).
Ignoriert wurde auch, dass wir bei den Wipkingern im Quartierverein schon seit längerem auf gute, dass der Wipkinger Gewerbeverband-Vorsteer begeistertes Mitglied unseres Vereins ist und die Welle befürwortet. Oder dass eine Fischwanderung trotz Wellensackt mit eigenem Fischpass möglich wäre.
Zu aller Ironie überwies der Gemeinderat am selben Abend noch ein Vorstoss, dass die Stadt Zürich in die Erforschung von velo-sicheren Tramschienen überwies. Er spricht zudem dauernd von einer 2000 Watt-Gesellschaft; die Stadt Zürich verbraucht jedoch jedes Jahr 1 bis 2 Prozent mehr Strom. Der Verein möchte folgenden Sport- und Wellenfreundlichen Gemeinderäten für ihren Einsatz und ihre Voten während der Debatte danken: Christian Traber CVP, Martin Luchsinger GLP, Mathias Probst SP, Christine Seidler SP, Thomas Marthaler SP, Robert Schönböchler CVP.

17.6.10: Infos für das Gemeinderats-Postulat

Es ist so weit: Am Mittwoch, 23. Juni wird der Zürcher Geminderat endlich über das Postulat zur Limmatwave beraten. Dafür möchten wir hier noch einmal an die wichtigsten Eckdaten erinnern:
*** Die Sportanlage soll privat finanziert werden, nicht vom Steuerzahler.
*** Die minimste Stromproduktions-Einbusse kann kompensiert werden durch unseren Energie-Sparplan.
*** Das Postulat verlangt nur, dass die Stadt Zürich die Wellenalnage prüft. Mehr nicht.
*** Wasserportler könnten die Welle das ganze Jahr nutzen, nicht nur im Juli und August.
*** Wir sind bereit, das Postulat auch zu erweitern.
*** Kontakte mit Anwohnern sind uns wichtig und bestehen bereits.
*** Anreise soll nur per ÖV, was mit den kurzen Fluss-Surfbrettern auch möglich ist.
*** Es soll kein Event-Ort , sondern eine schlichte Sportanlage werden.
*** Die Welle ist Bau-Bewilligungsfähig gemäss unseren Abklärungen (PDF)
*** Antworten zu weiteren Fragen, stehen auf der FAQ-Seite.
Wir sind der Meinung, dass eine Welle sehr nötig und für die Stadt Zürich lohnenswert ist. Darum haben wir volles Vertrauen in den Mut und die Innovations-Freude der Zürcher Gemeinderätinnen und Gemenideräte.

19.6.10: Auch in Bern wird eine Welle voran getrieben

  • Dass wir nicht eine hinspinstige Idee verfolgen, zeigt, dass auch andererorts künstliche Wellen geplant werden: In der Bundeshauptstadt haben die zwei Politikerinnen SP-Stadträtin Gisela Vollmer (SP) und Aline Trede (Grüne) des Berner Stadrats ein Postulat für eine Surf-Welle am Schwellenmätteli (PDF) mitten in Bern eingereicht. Eine Sprecherin von Bern Tourismus meinte dazu: «Ein solches Sportangebot wäre für Bern sehr attraktiv'.
    Eine Badealnage mit Duschen und Umziehkabinen ist ganz nah. Nur der Denkmalschutz, welcher das Wehr als ortsbildträchtig einstuft, könnte für einen Baubewilligung zum Thema werden. Wann der politische Vorstoss behandelt wird, ist noch unklar. Wir wünschen den Berner Initianten viel Glück und hoffen, dass die Berner bereit sind, ihr Ortsbild auch allenfalls den zeitgemässen Sportarten ein bisschen anzupassen.

10.5.10: Münchner Oberbürgermeister setzt auf eine Welle

München hats gecheckt: Die bayrische Millionenstadt hat den Eisbach vom Staat Bayern erhalten, um das Surfen zu legalisieren. Das sagt der Oberbürgermeister Christian Ude zur Welle und zum surfen:

22.4.10: Neue Fischtreppe beim EW Letten

Zurzeit wird unterhalb des Elektizitätswerks Unterer Letten eine 111 Meter lange Fischtreppe ('Fischpass') gebaut. Der Bau ist Voraussetzung für die Zertifizierung des Kraftwerks mit dem Label «naturemade star», der Kennzeichnung von Ökostrom höchster Qualität. In einigen Wochen werden 37 Becken, die unter der Krahnrampe erstellt werden, den Fischen den Aufstieg in den Zürichsee ermöglichen. Leider wurde bei dieser Bauzeit nicht gerade an den Einbau der Stehenden Welle gedacht. In wir fern die Arbeiten die Leistung des EW Letten vermindert, ist uns nicht bekannt.

18.4.10: Zwei neue Surfshops nahe beim Letten

Rund 300 Meter Luftlinie vom geplanten Wellenstandort Unterer Letten öffnen in diesen Wochen zwei neue Surfshops: Sowohl Billabong (Bogen 32) wie auch Rip Curl (Bogen 28) haben einen der neuen Viaduktbögen im Zürcher Kreis 5 gemietet und verkaufen dort Boards, Wetsuits und natürlich fresh Surfbekleidung. Im Outdoor-Shop (Bogen 27) in einem der weiteren Bögen werden auch die Hightech Falt-Kanus von Feathercraft verkauft. Ein solches Kayak passt in eine Sporttasche!

Rip Curl veranstalten sogar einen Wettbewerb: Die ersten 15 Surfer erhielten am Samstag 24.4. um 10 Uhr vor dem Shop (Boardshorts, FlipFlop, Surfboard, Bikini) einen Einkaufsgutschein von 100.- CHF und beim Kauf von drei Teilen am Eröffnungstag das Günstigste für 1.-. Die Shops sind also schon da, jetzt fehlt nur noch die Welle :-)

15.2.10: Wahlempfehlung für Surfer und Kanuten

Am 7. März werden in der Stadt Zürich alle Gemeinderäte und die neun Stadträte gewählt. Es gibt viele Kriterien zu entscheiden kann, wen man unterstützen will. Surfer und Kanuten  haben aber noch eine zusätzlich: Wir wollen Politiker, die sich für eine Limmatwave einsetzen.
Der Verein Stehende Welle möchte darum hier zeigen, welche Politiker uns unterstützt haben in den letzten vier Jahren und welche sich gegen eine Welle eingesetzt haben.

WÄHLEN
Christine Seidler (SP Kreis 9, bisher): Hat im Jahr 2005 unsere Interpellation zusammen mit Gerold Lauber im Gemeinderat eingegeben.
Matthias Probst (Grüne Kreis 9, bisher): Setzte sich für eine Erweiterung des Postulats und überparteilichen Konsens dafür ein.
Christian Traber (CVP Gemeinderat Kreis 1/2): Hat unser Postulat zusammen mit Gerold Lauber im Jahr 2005 unterschrieben und eingereicht.
Matthias Luchsinger (GLP 7/8): Findet die Welle ökologisch und sinnvoll und will sich dafür einsetzen.
Zora Ledergerber (GLP 3/9): Findet die Welle ökologisch und sinnvoll und will sich dafür einsetzen.
Ernst Danner (EVP, 11) Ist ein Fan der Welle und hofft, dass er dafür im Gemeinderat eine Mehrheit findet.
GLP Grünliberale Liste (neu): Die GLP erwähnt das Projekt Limmatwelle explizit in ihrem (sehr langen) Wahlprogramm! Zur Zeit gibt es noch keinen GLP-Gemeinderat.
Folgende Politiker haben sich in Gesprächen positiv zur Limmatwave geäussert: Thomas Marthaler (SP Kreis4), Stadtrat Andreas Türler (FDP), Alex Jäger (FDP Kreis 10).

NICHT WÄHLEN
Heinz Bögle (SP Kreis 5 Friedensrichter): Setzte sich gegen die Limmatwave ein. (Siehe Beitrag auf TeleZüri).
Folgende Politiker haben sich in Gesprächen negativ zur Limmatwave geäussert: Stadtrat Robert Neukomm (SP, tritt ab), Stadträtin Esther Maurer (SP, tritt ab).

14.1.10: Reisen mit dem Surfboard

Wer ein Surfboard mit dem Flugzeug transportieren will muss manchmal ziemlich tief ins Portemonnee greifen. Die Gebühren varieren jedoch ziemlich und dazu gibts jetzt eine spannenden Info-Homepage 'Surfers Against Disriminatory Airline Surfboard Fees'. Noch konkreter listet die Webseite von Surfline die Gebühren auf.
Wir möchten doch noch darauf hinweisen, dass mit einer Wellensportanlage in Zürich weder dreckiges CO2 beim Fliegen in die Surfferien produziert, noch teuer Surfboard-Transportkosten enstehen. Wäre doch ganz praktisch und billig, und man würde nicht in die Kategorie der Surfer fallen, die gross von Umweltschut erzählen und gleichzeitig ein Meilenkonto wie Goergo Clooney in 'Up In The Air' haben...

9.1.10: Limmatwave-Demo in Fotoband verewigt

Sind Surfer und Kanuten ein sehenswürdiger Anblick in Zürich? Diese Frage mit 'Ja' beantwortet hat zumindest die Fotografin Tonia Luisa Villiger, welche einen neuen Foto-Bildband '1001 Stadt Zürich' über unsere Stadt veröffentlicht hat. Dort ist auf Seite 37 ganzseitig unsere farbige Limmatwave-Demo zu sehen. Das Fotobuch eignet sich bestenst unsere Stadt auswärtigen Touristen vorzustellen, denn es ist zweisprachig in Deutsch und Englisch gehalten.

Hoffentlich merken noch ein paar andere Entscheidungsträger, dass surfende und kanutierende Wassersportler einer Stadt einen farbigen Tupfer aufsetzen können und manifestieren, was für sauberes Wasser Zürich in der Limmat hat.


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